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Welchen Sport treiben wir in Zukunft?

München / Würzburg – Noch steht nicht fest, welcher sportliche Trend sich in diesem Jahr durchsetzen wird. Ist es Glide Fit, eine Kombination von Funktions- und Balancetraining, bei der der Sportler auf einem Board auf dem Wasser steht und dort Stabilitätsübungen macht? Oder das Achtsame Laufen, das Lauftraining mit Meditationselementen verbindet?

Gute Chancen hat angeblich auch Gin Yoga. Ein Gin Tonic vor dem Training soll während der Yoga-Sequenzen seine muskelentspannende Eigenschaft entfalten und Muskeln und Gelenke beweglicher machen.

Diese drei Sportarten zählen laut den Veranstaltern der internationalen Sportfachmesse ISPO zu den acht wichtigsten Fitness-Trends des Jahres 2020. Welche Entwicklungen es noch gibt, zeigen mehr als 2.800 Aussteller auf der ISPO Munich, die vom 26. bis 29. Januar auf dem Gelände der Messe München stattfindet. Sie präsentieren dort ihre neuesten Sportprodukte aus Bereichen wie „Snowsports, Outdoor, Health & Fitness, Urban und Teamsports“, wie es auf der ISPO-Homepage heißt.

Mit dabei ist ein Team vom Lehrstuhl Sportwissenschaft der Universität Würzburg, um mit einigen der Aussteller über den Innovationsgehalt ihrer Neuheiten zu diskutieren. Darüber hinaus wird das Würzburger Bewegungslabor mit seinen Leistungen für die Trendforschung und innovative Produktentwicklung vorgestellt.

Schwerpunkt Trendforschung

Trendforschung bildet seit einiger Zeit einen Schwerpunkt am Würzburger Lehrstuhl Sportwissenschaft. „Wir möchten wissen, welche Geräte und Bewegungstrends Trainierende und Gesundheits-, aber auch Freizeitsportler besonders herausfordern und deshalb einschlägige Bildungswirkungen haben können“, erklärt Professor Harald Lange, Inhaber des Lehrstuhls für Sportwissenschaft. Aus diesem Grund hat Lange vor einiger Zeit das Projekt zur Evaluation von Sporttrends und Bewegungsgeräten ins Leben gerufen.

Mittlerweile kooperieren die Wissenschaftler mit zahlreichen Erfindern und innovativen Firmen aus der Sport- und Gerätebranche. „Der Austausch mit diesen Experten wirkt wie ein Motor und Schrittmacher für unsere Forschung im Würzburger Bewegungslabor. Deshalb ist die Zeit auf der ISPO für uns besonders wertvoll“, sagt Lange. Dort entstünden neue Fragen und Projekte, von denen auch die Studierenden profitieren: Sie können sich in der Arbeitsgruppe „Trendforschung“ in ihren Bachelor- oder Masterarbeiten damit auseinandersetzen.

Würzburger Bewegungslabor

Das Würzburger Bewegungslabor bietet Entwicklern und Anwendern von innovativen Sportgeräten, aber auch Wissenschaftlern, Trainern, Therapeuten, Erziehern und Lehrern einen inspirierenden Innovationsraum, in dem sie mit dem Thema „Sich-Bewegen“ experimentieren können. „Wir verstehen die rasanten Veränderungen in unserer Bewegungspraxis vor allem im Gesundheits-, Freizeit-und Trendsport auch als Gradmesser, um gesellschaftliche Trends zu identifizieren“, erklärt Lange. Zusätzlich werfen neue Technologien, neue Anforderungen und neue Bedürfnisse der Bewegungspraxis immer wieder Fragen nach neuen Methoden und Vermittlungskonzepten für die optimale Anwendung auf. Wobei die Forscher trotz aller wissenschaftlichen Strenge den Spaßfaktor selbstverständlich nicht vernachlässigen.

Folgende Leistungen hat das Bewegungslabor im Angebot:

  • Tests innovativer Bewegungsgeräte
  • Konzeption geeigneter Lehr-/Lernmaterialien
  • Entwicklung bewegungspädagogischer Konzepte
  • Unterstützen bei der Erschließung neuer Anwendungsfelder
  • Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es hier (www.bewegungsinnovation.de)

Bild: Balancieren auf dem Wasser: Wir das die neue Trendsportart 2020? Würzburger Sportwissenschaftler gehen dieser Frage auf der ISPO nach. (Bild: Frommel fotodesign © 2019 Messe München GmbH)

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