Polizeibericht Würzburg - 07.04.2020 -  wuerzburg24.com

Polizeibericht Würzburg – 07.04.2020

Aktion „Wir hinterlassen Spuren „

Schuhabdrücke im Rathausinnenhof

Würzburg – Für Sonntag, 05.04.2020, hatte die Bewegung „Seebrücke“ zur Beteiligung an deren deutschlandweiten Aktionstag unter dem Motto „Wir hinterlassen Spuren“ aufgerufen. Dabei sollte laut Initiatoren insbesondere auf die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern aufmerksam gemacht werden.

Im Vorfeld wurde die Aktion mehrfach in den sozialen Medien beworben. Trotz geltender Ausgangsbeschränkung sollten zwischen 10:00 Uhr und 18:00 Uhr an Örtlichkeiten im Stadtgebiet farbige Schuhabdrücke oder Schuhe hinterlassen werden. Die Teilnahme an derartigen Tätigkeiten stellt im Übrigen keinen triftigen Grund im Sinne der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dar.

Die Polizei überwachte auch an diesem Sonntag die Einhaltung der oben genannten Verordnung im Stadtgebiet. Im Innenhof des Würzburger Rathauses konnten farbliche Schuhabdrücke festgestellt werden, die offensichtlich der Aktion zuzurechnen sind. Unbekannte hinterließen die Spuren in vier unterschiedlichen schwer entfernbaren Farben.

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und sucht Zeugen, die unter der Tel. 0931/457-2230 sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben können.

„Coronavirus“ – Informationen der Polizei vom 06. April 2020

Unterfranken – Mit dem Montag stehen wir bei Tag siebzehn der vorläufigen Ausgangsbeschränkung, die derzeit in ganz Bayern gilt. Um die Ausbreitung des „Coronavirus“ zu verlangsamen, haben Kontrollen zur Einhaltung der „Bayer. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung“ nach wie vor hohe Priorität.

In allen unterfränkischen Regionen führte die Polizei auch im Laufe des Sonntags wieder Kontrollen zur Einhaltung der Rechtsverordnung durch. Das polizeiliche Einschreiten erfolgt stets mit Augenmaß, allerdings mussten dennoch in zahlreichen Fällen gegen Personen Verfahren eingeleitet werden. Die Gesamtzahl der Anzeigen beläuft sich

  • im Bereich Mainfranken auf etwa 50 Fälle,
  • im Bereich Main-Rhön auf rund 60 Fälle,
  • am Bayerischen Untermain auf knapp 110 Fälle.

Kontrollen von Pkw- und Motorradfahrern

Im gesamten Dienstbereich konnten bei Verkehrskontrollen rund vierzig Motorradfahrer festgestellt werden, welche das schöne Wetter für eine entsprechende Spritztour nutzen wollten. Auch mehrere Pkw-Fahrer, welche ohne triftigen Grund unterwegs waren, wurden kontrolliert. Alle Fahrer erwartet nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Wichtiger Hinweis: Sport, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft sind gestattet. Das bedeutet nicht, dass es erlaubt ist, mit dem PKW oder dem Motorrad private Spritztouren zu unternehmen. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Mitmenschen und stellen Sie eigene Interessen zurück!

Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten

Je nach Art des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz oder die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung leitet die Polizei gegen die Betroffenen / Beschuldigten Bußgeld- bzw. Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts einer Ordnungswidrigkeit oder einer Straftat ein. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen werden die Vorgänge der jeweiligen örtlich zuständigen Verfolgungsbehörde (Kreisverwaltungsbehörde / Staatsanwaltschaft) zur weiteren Entscheidung vorgelegt.

Was die Höhe der Bußgelder bei Verstößen im Bereich der Ordnungswidrigkeiten gegen die „Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung“ betrifft, wird auf die gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege verwiesen:

Rechtsverordnung:

Dringende Bitte der unterfränkischen Polizei:

Die Einhaltung der Rechtsverordnungen ist absolut notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Bitte bleiben Sie zu Hause! Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur beim Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu gehört z. B. seinem Beruf nachzugehen, ein Arztbesuch und zum Einkaufen zu gehen. Die Bestimmungen im Einzelnen finden Sie im Internet unter folgendem Link:

Bitte helfen Sie mit, den weltweiten Virus einzudämmen und bleiben Sie vor allem gesund! 

Würzburg Land

Unter Drogeneinfluss

In einem stillgelegten Auto und ohne Führerschein auf der Autobahn – knapp 100 Gramm Amphetamin sichergestellt

Marktheidenfeld, Lkr. Main-Spessart – Zur Aufklärung einer ganzen Reihe von Straftaten hat am Sonntagabend die Kontrolle eines 41-jährigen VW-Fahrers auf der A 3 in Höhe der Anschlussstelle Marktheidenfeld geführt. Die Kontrolle ergab, dass der Augsburger wohl unter Drogeneinfluss stand, die Kennzeichen gestohlen waren und der VW nicht zugelassen war. Zusätzlich stellte die Polizei noch knapp 100 Gramm Amphetamin im Fahrzeug sicher.

Einer Streife der VPI Aschaffenburg-Hösbach fiel gegen 18:00 Uhr der Fahrer des Volkswagens auf, der auf der A 3 in Richtung Würzburg unterwegs war. Bereits die Fahndungsüberprüfung der Kennzeichen ergab, dass diese seit März in Polen als gestohlen gemeldet sind und die Münchner Polizei wegen einer Unfallflucht am 01. April nach dem Fahrzeug sucht. Die Abfrage der Fahrgestellnummer brachte den Fahndern die Erkenntnis, dass der VW bereits Anfang März in Deutschland stillgelegt worden war.

Aber auch das ausgesprochen nervöse Verhalten des Fahrers machte die Polizisten stutzig. Die Gesamtsumme aus dem Verhalten des Mannes zusammen mit einer in seiner Hosentasche gefundenen kleinen Menge Amphetamin ergab den Verdacht, dass der Augsburger während der Fahrt wohl unter Drogeneinfluss stand. Zusätzlich stellte sich heraus, dass dem 41-Jährigen im November letzten Jahres die Fahrerlaubnis für neun Monate entzogen worden und er somit nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war.

Da der Verdacht bestand, dass sich im Fahrzeug noch weitere Drogen befinden könnten, zogen die Beamten einen Rauschgiftspürhund hinzu, der im Innenraum knapp 100 Gramm Amphetamin fand. Noch vor Ort nahmen die Polizisten den 41-Jährigen vorläufig fest, brachten ihn zur Dienststelle und ließen dort von einem Arzt eine Blutentnahme durchführen. Auf richterliche Anordnung durchsuchte noch am Sonntagabend die Augsburger Polizei ergebnislos die Wohnung des Mannes.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft setzte die Kripo Würzburg, welche zwischenzeitlich die weiteren Ermittlungen übernommen hatte, den Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß.

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