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Würzburg soll leiser werden

Würzburg – Die Blechlawine dröhnt im Feierabendverkehr, ein Presslufthammer scheppert, ein Autofahrer hupt, ein Zug donnert vorbei und dann überquert auch noch ein Flugzeug die Stadt – Lärm ist vielfältig und kann krank machen. Auch in Würzburg gibt es wie in anderen Städten Hotspots mit einer hohen Lärmbelastung. Deshalb soll Würzburg leiser werden.

Einer Vorgabe der Europäischen Union entsprechend erstellt die Stadt Würzburg derzeit einen Lärmaktionsplan. Damit dafür alle Bereiche aufgenommen werden, sind die Würzburgerinnen und Würzburger aufgefordert, sich aktiv zu beteiligen. Den Auftakt machte das 1. Lärmforum im Felix-Fechenbach-Haus. Oberbürgermeister Christian Schuchardt betonte, dass mit Hilfe der Lärmaktionsplanung die Bereiche identifiziert werden sollen, „die besonders laut sind – aber auch die, die besonders leise sind. Zu einer erfolgreichen Lärmaktionsplanung gehören auch Maßnahmen, die Lärm verhindern und nicht nur vermindern.“

Erster Schritt bei der Bürgerbeteiligung ist, Lärmquellen mitzuteilen. Dies ist bis einschließlich 3. April auf der Homepage www.wuerzburg-gegen-laerm.de möglich. Wer möchte, kann Maßnahmenvorschläge benennen. „Wenn bekannt ist, wo die meisten Menschen vom stärksten Lärm betroffen sind, können mögliche Maßnahmen in einer Prioritätenliste festgesetzt werden“, erklärt Sebastian Ibbeken von Wölfel, Beratende Ingenieure.

Mögliche Strategien gegen Lärm, so Michael Schreiber vom Planungsbüro LK Argus, könnten u.a. lärmoptimierter Asphalt oder Geschwindigkeitsbegrenzungen an bestimmten Stellen sein, um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen. Bis 3. April 2015 können alle Bürgerinnen und Bürger die Lärmbrennpunkte eintragen. Sämtliche Hinweise werden aufgenommen und ausgewertet. „Wir freuen uns auf die aktive Mitarbeit und jeder Hinweis ist willkommen“, sagt Umwelt- und Kommunalreferent Wolfgang Kleiner.

Im Sommer werden zwei Lärmspaziergänge angeboten, zu denen auf der Homepage eingeladen wird. Im Herbst steht ein 2. Lärmforum an, dann werden eine Prioritätenliste und konkrete Maßnahmen vorgestellt und diskutiert, über deren Umsetzung der Stadtrat entscheiden muss.

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