WVV Jahresbilanz: Zweitbestes Ergebnis der letzten zehn Jahre |  wuerzburg24.com

WVV Jahresbilanz: Zweitbestes Ergebnis der letzten zehn Jahre

Würzburg – Bei einem Umsatz von 460,2 Millionen Euro hat die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) im Geschäftsjahr 2016 Investitionen von 35,9 Millionen Euro getätigt. Der Umsatz des Konzerns war damit deutlich höher als im vergangenen Jahr und kann als das zweitbeste Konzernergebnis der letzten zehn Jahre gewertet werden.

Durch einen starken Fokus auf nachhaltige und zukunftsorientierte Themen, wie Ausbau und Förderung der E-Mobilität, autarke Energieversorgung und Batteriespeicher sowie digitale Transformation sieht sich die WVV für die künftigen Herausforderungen am Markt bestens gerüstet, so der Konzern am Freitag in einer Pressemitteilung.

Zweitbestes Ergebnis der letzten zehn Jahre

Im Jahr 2016 konnte der WVV-Konzern ein positives Jahresergebnis von 8,3 Millionen Euro verbuchen und erwirtschaftete damit das zweitbeste Ergebnis innerhalb der letzten zehn Jahre. Der Fernwärmeabsatz stieg aufgrund der kühleren Witterung dabei um 17,1 Millionen kWh auf 305,0 Millionen kWh an. Auch der Verkauf von Erdgas erhöhte sich auf 2.076,8 Millionen kWh an (2015: 1.712,8 Millionen kWh). Der Stromverkauf zeigte sich dagegen rückläufig und sank im Vergleich zum Vorjahr auf 1.119,1 Millionen kWh. Im Jahr zuvor wurden noch 1.286,0 Millionen kWh abgesetzt.

Die Erlöse im Konzern liegen insgesamt um 25,8 Millionen Euro unter denen des Vorjahres. Als Grund hierfür können in erster Linie die deutlich niedrigeren Erlöse aus dem Strom- und Erdgasgeschäft genannt werden. Aufgrund der unbeständigen Wetterlage in den Sommermonaten sank die Zahl der Badegäste in den Würzburger Bädern gegenüber dem Vorjahr um 39.072 Personen. So gingen die Würzburger Bäder mit einem Verlust aus dem Geschäftsjahr 2016. 

Erfreuliches gibt es dagegen laut Pressemitteilung von der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) zu berichten: Hier stieg die Anzahl von Fahrgästen in Straßenbahnen und Bussen im Vergleich zum Vorjahr an (2016: 31,2 Millionen Fahrgäste; 2015: 30,8 Millionen Fahrgäste). Dennoch geht auch die WSB mit einem Verlust aus dem Geschäftsjahr 2016.

Der WVV-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2016 1.465 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Zahl stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 11 an. Konzessionszahlungen an die Stadt Würzburg und Gemeinden in Höhe von 10,8 Millionen Euro werden geleistet die aktiv zur Stärkung der lokalen und regionalen Wirtschaftskraft beitragen.

Investitionen in Versorgungssicherheit und Infrastruktur

Die vielfältigen Investitionen der WVV tragen wesentlich dazu bei, auch in den kommenden Jahren eine sichere Versorgung für Würzburg und die Region mit Energie und Trinkwasser sowie eine Stärkung der Infrastruktur zu gewährleisten. Im Geschäftsjahr 2016 tätigte der WVV-Konzern Investitionen in Höhe von 35,9 Millionen Euro und lag damit deutlich über der Zahl des Vorjahres (2015: 33,3 Millionen Euro). 

Die Mittel wurden schwerpunktmäßig im Bereich der Fernwärmeversorgung (rund 3,0 Millionen Euro), im Bereich der Stromversorgung (rund 3,2 Millionen Euro), im Bereich der Erdgasversorgung (rund 1,9 Millionen Euro), im Bereich der Trinkwasserversorgung (rund 2,6 Millionen Euro) sowie für Straßenbeleuchtung, Fernmeldekabel und LWL Netze (rund 1,5 Millionen Euro) ausgegeben.

In der WVV betreffen Investitionen in Höhe von 3,6 Millionen Euro im Wesentlichen die Zugänge von Hard- und Software mit 2,0 Millionen Euro sowie die Beteiligung an der va-Q-tec AG Würzburg mit rund 1,6 Millionen Euro. Für die Trinkwasserversorgung Würzburg wurden 10,1 Millionen Euro unter anderem für die neue Wasseraufbereitungsanlage für die Bahnhofsquellen sowie die Pumpwerke Grombühl 2, Dürrbachau und Hubland investiert.

Die Immobilien-Management GmbH (IMG) gab für die Erschließung der Gewerbeflächen am Hubland und für Planungskosten für Skyline Hill Center / Skyline Hill Parking rund 2,0 Millionen Euro aus. Die Kompostwerk Würzburg GmbH (KWK) investierte rund 2,0 Millionen Euro in die Erneuerung der Dachkonstruktion der Kompostieranlage und der Nachrottehalle. Für die Erneuerung der NVG-Busflotte fielen rund 1,3 Millionen Euro an.

Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung im Fokus

„Mit dem Konzernergebnis 2016 können wir in jedem Fall zufrieden sein, dennoch dürfen wir uns nicht auf guten Ergebnissen ausruhen. Wir müssen uns als Unternehmen noch stärker auf der Höhe der Zeit bewegen. Das sich wandelnde Umfeld in der Energiebranche sehen wir dabei nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance zur Weiterentwicklung des Konzerns“, erklärt WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer.

Flexibilität und die kontinuierliche Weiterentwicklung eigener Produkte und Dienstleistungen sind dabei die Voraussetzung für den Ausbau weiterer marktfähiger Lösungen und damit für die Etablierung als modernes und zukunftsorientiertes Unternehmen. „Wir wollen im Rahmen unserer Jahresbilanz nicht nur zurückblicken auf die Zahlen und Fakten des Vorjahres, sondern in erster Linie nach vorne“, so Thomas Schäfer. „Einen besonderen Fokus legen wir deshalb auf aktuelle, zukunftsrelevante Themen, wie den Ausbau und die Förderung der E-Mobilität und der damit verbundenen Infrastruktur. Hier ist sich der WVV-Konzern seiner Vorbildfunktion für nachhaltige und energieeffiziente Lösungen für die Zukunft bewusst und erfüllt gleichzeitig seine Rolle als zuverlässiger und zentraler Partner in der Region.“

Des Weiteren sieht die WVV ein hohes Zukunftspotential in autarker Energieversorgung, z. B. durch Solarenergie mit leistungsfähigen Batteriespeichern und in der digitalen Transformation. „Themen wie diese werden beherrschen die Zukunft der Energieversorger und damit auch die der WVV“, so Thomas Schäfer. 

Auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt zeigt sich erfreut vom Jahresergebnis der WVV: 

„Die Bedeutung der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) für die Stadt Würzburg und die Region ist essentiell“, so Schuchardt. „Als Infrastrukturdienstleister trägt der Konzern wesentlich zur Stadtentwicklung bei und übernimmt Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit der Stadt Würzburg und der Region.“ Sein Resümee: „Das postive Ergebnis 2016 zeigt, dass der Konzern auf einem guten Weg Richtung Zukunft ist.“

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