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Für Bayerns Rentnerinnen fällt die Bescherung bescheiden aus

München / Würzburg – Besorgt reagiert der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Rosenthal auf die neuesten Zahlen des Bayerischen Arbeitsministeriums, wonach Frauen in der Stadt Würzburg im Durchschnitt lediglich 657,03 Euro erhalten. Das sind nur 78 Prozent der Durchschnittsrente im Freistaat.

Die Männer kommen dagegen auf 1068,42 Euro. „Damit lässt sich kein altersgerechtes Leben bestreiten“, warnt Abgeordneter Rosenthal. „Es darf nicht sein, dass ein auskömmlicher Ruhestand wesentlich vom Geschlecht abhängt.“

Rosenthal kritisiert, dass die Familienpolitik der Staatsregierung Frauen nach wie vor systematisch benachteiligt, indem sie sich an lebensfremden, längst überholten Rollenbildern orientiert: „Das Landesbetreuungsgeld zielt auf die Beibehaltung des Modells des männlichen Alleinernährers ab. Die Zeche zahlen im Alter dann die Frauen.“ An einer Gleichstellung der Geschlechter in Familienpolitik und der Arbeitswelt sei die CSU ganz offensichtlich nicht interessiert, kritisiert er.

Die Politik müsse schleunigst für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen, um Frauen – wenn sie wollen – nach der Babypause eine reibungslosere Rückkehr in den Beruf zu ermöglichen und sie vor der Teilzeitfalle zu bewahren, fordert Rosenthal. Die Familien- und Sorgearbeit der Frauen dürfe am Ende nicht zu einer Entwertung der Lebensleistung führen. Zudem trage die Entgeltungleichheit zu den geringen Renten der Frauen bei. „Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen beträgt stellenweise über 20 Prozent. Das ist unserer Gesellschaft unwürdig.“

Die SPD-Landtagsfraktion fordert deshalb gesetzliche Regelungen zur Gleichstellungen in der Wirtschaft sowie im öffentlichen Dienst. Der Freistaat Bayern muss ein Vorbild bei der Schaffung gleichwertiger Karrierechancen sein, betont Rosenthal. Prekäre Arbeitsverhältnisse, insbesondere in den sogenannten Frauenberufen, müssen ein Ende haben: „Frauen haben nicht nur generell seltener einen festen Job, sie arbeiten auch allzu oft nur in Teilzeitmodellen, haben kaum Karrierechancen und verdienen weniger als ihnen zustehen würde.“ Entgegensteuern ließe sich durch bessere Angebote der Kinderbetreuung und paritätische Elternzeit-Modelle.


Symbolbild: Für Bayerns Rentnerinnen fällt die Bescherung bescheiden aus (Foto: wuerzburg24.com)

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