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BUND Naturschutz: Kickers-Stadion nicht auf Kosten von Natur und Umwelt

Würzburg – „Ein neues Kickers-Stadion darf es nicht auf Kosten von Natur und Umwelt geben“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender des BUND Naturschutz Würzburg in einer Pressemitteilung. „Der BN fordert daher, dass bei der Standortwahl für ein neues Stadion der ÖPNV, die Reduktion des Flächenverbrauchs und der Artenschutz besondere Beachtung erhalten“, erläutert Steffen Jodl, Geschäftsführer der Kreisgruppe die Position des BN.

Sollte ein neues Stadion nötig sein, erscheint dem BN der Standort Neuer Hafen die einzig sinnvolle Alternative. Es müssten keine neuen Flächen versiegelt werden, ein Bahnanschluss ist vorhanden und vom Aussterben bedrohte Arten wie der Feldhamster sind dort nicht betroffen.

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen: Es gilt den Klimawandel zu stoppen, den Verkehr und die daraus resultierende Luftverschmutzung zu reduzieren, den Flächenverbrauch deutlich zu begrenzen, landwirtschaftliche Flächen für die Nahrungsmittelproduktion zu erhalten und das massive Artensterben aufzuhalten. Gerade die Stadt Würzburg ist hier aufgrund ihrer Kessellage, der bestehenden Luftbelastung, dem Vorhandensein landwirtschaftlich wertvollster Böden  und  dem Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters besonders gefordert.  Auch die Standortwahl für ein neues Fußballstadion muss sich daran orientieren.

Der BUND Naturschutz fordert daher bei der Standortwahl für ein eventuell nötiges neues Stadion diese Punkte vordringlich zu berücksichtigen. Das heißt, dass ein neues Stadion nicht auf die grüne Wiese oder gar in den Wald gesetzt werden darf. Tabu sind insbesondere landwirtschaftlich wertvollste Böden sowie der Lebensraum des Feldhamsters und zahlreicher weiterer Offenlandarten wie Feldlerche oder Rebhuhn. Natürlich muss ein Anschluss an den ÖPNV vorhanden sein, um die Verkehrsbelastung mit allen negativen Folgen für die Bevölkerung zu reduzieren.

Der einzige sinnvolle Standort könnte damit das Gebiet des Neuen Hafens sein. Hier gibt es sogar einen Bahnanschluss, es müssten keine neuen Flächen versiegelt werden und wertvolle Äcker und Lebensraum bedrohter Arten werden geschont. Die vom Planer vorgeschlagenen Standorte bei Lengfeld und Versbach sowie an der Ypsilon-Spange scheiden aufgrund eines fehlenden Anschlusses an den ÖPNV, der Überbauung wertvoller  landwirtschaftlicher Flächen und der Eingriffe in den Lebensraum bedrohter Arten aus. Die Idee eines fußläufigen Anschlusses an den ÖPNV ausgehend vom Athener Ring (weit über 2 Kilometer!) oder gar eine Verlängerung der Straßenbahn bis zum Stadion ist reine Illusion.

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