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48. Grenzgang: Die Siebener mussten wetterfest sein

Würzburg – Der 48. Grenzgang der Stadt Würzburg sollte für alle Teilnehmer ein besonderes Ereignis werden. Das Team der Fachabteilung Tiefbau hatte einen Grenzgang vorbereitet, der Alt und Jung ein „grenzenloses Vergnügen“ bereiten sollte und in besonderer Zusammenarbeit mit Würzburger Schulen gestaltet wurde.

350 Grenzwanderer, darunter fast 250 Schüler aus insgesamt zwölf Schulklassen aus den Schulen vom Heuchelhof und aus Rottenbauer machten sich dabei auf, Würzburg und seine Grenzen einmal aus einer neuen Sicht kennen zu lernen.

Vor dem Beginn der eigentlichen Wanderung trafen sich die Schulklassen am Parkplatz des TSV Rottenbauer, um bei einem Geometerwettbewerb untereinander die Kräfte zu messen. Entfernung abschreiten und Entfernung schätzen, Senkelzielwurf und Senkelweitwurf und Maßbandaufrollen lauteten die Disziplinen, die den Schülern viel Freude bereiteten. Besonders bejubelt wurde zudem das Fluchtstabweitwerfen der Lehrerinnen.

Pünktlich zum Start der Grenzwanderung erschien nicht nur Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, die die 350 Grenzwanderer herzlich begrüßte und auf den Grenzgang einstimmte, pünktlich setzte leider auch ein Regenguss ein, so dass der Grenzgang nicht nur zu einem besonderen Ereignis wurde, sondern für alle Teilnehmer zu einer echt großen Herausforderung.

Die Grenzwanderer stellten sich dieser Herausforderung und nahmen trotz der Wetterunbilden und der oft knöcheltiefen Erdwege die geplante Strecke unverdrossen in Angriff. Ein grenzenloses Vergnügen war das durch die Wetterkapriolen sicherlich nicht, es ließen sich aber kaum Grenzgänger von ihrem Vorhaben abschrecken.

Ein warmer Tee und eine Brezel sorgten unterwegs für eine willkommene Stärkung. Beim Setzen eines alten Grenzsteines zeigten die Siebener, wie die Feldgeschworenen auch genannt werden, wie ihre Aufgaben rund um die Grenzsteine aussehen. Natürlich wurde dabei auch nach alter Sitte das Stauchen einiger Teilnehmer gezeigt. Soweit es die schwierigen Witterungsverhältnisse zuließen, erläuterte der Vermessungstechniker Hermann Hehn aus der FA Tiefbau, Geodaten und Vermessung, anhand von interessanten Informationen und Schaubildern das Feldgeschworenenwesen, den Umgang mit den Grenzen und nicht alltägliches Wissen rund um die Stadt Würzburg.

Am Ende des Grenzganges konnten sich alle Grenzwanderer bei einem leckeren Eintopf und den musikalischen Klängen des Bläserensembles „Blechschmitt“ von den Strapazen einer doch außergewöhnlichen „Grenzerfahrung“ erholen.

Im nächsten Jahr wird der Grenzgang – hoffentlich bei wunderschönem, herbstlichem Wetter- wieder an einem Samstag in Verbindung mit dem Tag der offenen Tür des Klärwerks des EBW stattfinden. Interessierte Grenzgänger können sich schon jetzt bei der FA Tiefbau in Vormerklisten eintragen, um den Termin auf keinem Fall zu versäumen.


Bild: 48. Grenzgang: Die Siebener mussten wetterfest sein (Foto: Hermann Hehn)

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