Polizeibericht Würzburg - 09.07.2016 |  wuerzburg24.com

Polizeibericht Würzburg – 09.07.2016

Angriff auf Frau in Asylbewerberunterkunft – Täter nach Fahndung festgenommen

Am Freitagnachmittag hat ein 36-jähriger Mann seine Ehefrau in der Asylbewerberunterkunft in der Veitshöchheimer Straße angegriffen und verletzt. Nach umfassenden Fahndungsmaßnahmen konnte der Tatverdächtige festgenommen werden. Zunächst vorliegende Hinweise auf ein versuchtes Tötungsdelikt erhärteten sich bislang nicht.

Gegen 14:20 Uhr erreichte die Polizei ein Notruf aus der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Veitshöchheimer Straße. Ein Mann sollte hier seine Ehefrau in einem Gebäudetrakt, der nur Frauen vorbehalten ist, aufgesucht haben und sie nach kurzen Streit tätlich angegriffen haben. Auch solle er versucht haben, die Frau mit einem Tuch zu erdrosseln. Erst durch das couragierte Einschreiten weiterer anwesender Frauen soll der 36-jährige Syrer von der Frau abgelassen haben und sei geflüchtet.

Mit zahlreichen Streifen suchte die Polizei aus Würzburg, unterstützt von benachbarten Dienststellen, die Gemeinschaftsunterkunft nach dem Tatverdächtigen ab. Da zunächst davon auszugehen war, dass sich dieser noch auf dem Gelände befand, wurde auch zeitweise der Haupteingang gesperrt. Die Frau, die über Schmerzen am Hals klagte, wurde zur Untersuchung und weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand nicht.

Nachdem sich Hinweise ergeben hatten, nach denen es dem Tatverdächtigen wohl doch gelungen sein sollte, die Unterkunft vor dem Eintreffen der Polizei zu verlassen, wurden die Fahndungsmaßnahmen ausgeweitet. Am späten Nachmittag wurde der 36-Jährige in einer Asylbewerberunterkunft in Heigenbrücken festgenommen, in der er bereits seit einiger Zeit getrennt von seiner Ehefrau untergebracht war.

Nach der Vernehmung des Beschuldigten und insbesondere der Hinzuziehung eines Rechtsmediziners konnte ein dringender Tatverdacht hinsichtlich einer versuchten Tötung nicht erhärtet werden. Der Tatverdächtige wurde daher zunächst ohne Vorführung beim Ermittlungsrichter wieder entlassen. Die Kriminalpolizei Würzburg führt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg die weiteren Ermittlungen.

Demonstration vor Würzburger Verbindungshaus

Frauenland – Am Freitagabend ist es zu einer Demonstration von ca. 30 Personen vor dem Haus einer Studentenverbindung gekommen. Die Teilnehmer demonstrierten gegen eine dort stattfindende Veranstaltung. Am Rande kam es zu kleineren Auseinandersetzungen.

Gegen 19:15 Uhr versammelte sich eine Gruppe linksorientierter Demonstranten von ca. 30 Personen vor einem Verbindungshaus in der Lortzingstraße. In dem Anwesen sollte am Abend ein Vortrag der „Jungen Alternative für Deutschland“ stattfinden. Da die Demonstranten den Zugang zum Gebäude blockierten und Teilnehmer nicht mehr zur Veranstaltung gelangen konnten, wurde die Polizei verständigt.

Beim Eintreffen der ersten Polizeistreifen stellten diese fest, dass aus der Gruppe heraus unter anderem gegen Rassismus aber auch gegen die veranstaltende Studentenverbindung demonstriert werden sollte. Hierzu führten die Teilnehmer unter anderem Plakate als Kundgebungsmittel mit. Nachdem sich ein Versammlungsleiter gegenüber der Polizei zu erkennen gegeben hatte und eine sogenannte Spontanversammlung angemeldet worden war, wurde den Demonstranten eine Fläche auf der gegenüberliegenden Straßenseite zugewiesen und Auflagen für die Durchführung erteilt.

Die Polizei gewährleistete im weiteren Verlauf den Zugang zum Anwesen der Studentenverbindung und auch den störungsfreien Ablauf der Demonstration.

Im Zuge des Einsatzgeschehens wurden mehrere Strafanzeigen erstattet. So soll es vor der Verständigung der Polizei zu einem Gerangel zwischen Teilnehmern der Veranstaltung und Demonstranten gekommen sein. Hierbei sollen Vertreter beider Seiten versucht haben nach Kontrahenten zu schlagen. Weiterhin sei eine Verbindungsmütze entwendet worden.

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen aufgenommen. Zeugen, die den Versammlungsverlauf oder die geschilderten Straftaten beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Massiver Vandalismus

Am Freitag gegen 19.30 Uhr hat ein PKW-Fahrer seinen dunkelblauen Mercedes 320 SL auf dem Parkplatz unterhalb der Brücke der Deutschen Einheit abgestellt. Als er geben Mitternacht zurückkam, stellte er fest, dass die Frontscheibe gesplittert war und im Bereich der A-Säule und der Motorhaube massive Blechschäden verursacht wurden. Der Täter muss ein Brecheisen oder ein ähnliches Werkzeug benutzt haben. Der Schaden wird auf ca. 5.000 Euro geschätzt. Wer Hinweise geben kann, wendet sich bitte an die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt, Tel. 0931/4572230.

Betäubungsmittel bei Kontrollen gefunden
Am Freitag gegen 17.00 Uhr ist in der Innenstadt ein 34-jähriger Mann kontrolliert wordeb. Dabei wurde eine geringe Menge Amfetamin aufgefunden. Am frühen Samstag gegen 01.25 Uhr sind im Rahmen einer Kontrolle bei einem 21-jährigen Mann Fünf Gramm Marihuanan aufgefunden worden. Gegen beide Personen wird eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgelegt.

Vergebliche Flucht

Gleich zweimal haben sich Ladendiebe mit Gewalt gegen ihre Festhaltung durch das Ladenpersonal gewehrt.

Am Freitag gegen 14.35 Uhr wollte ein angetrunkener 31-jähriger Mann in Versbach mit seinem Diebesgut einen Supermarkt verlassen. Als er von einer Verkäuferin aufgehalten werden sollte, stieß er dies zur Seite und flüchtete aus dem Laden. Im Zuge der Fahndung konnte der Täter samt Diebesgut im Nahbereich festgenommen werden.

Um 17.00 Uhr flüchtete dann zunächst eine 34-jährige mit Diebesgut aus einem Bekleidungsladen in der Innenstadt. Die Frau wurde von zwei Angestellten verfolgt und konnte zunächst in einem angrenzenden Laden festgehalten werden. Nun stieß sie den einen gegen eine Türe und flüchtete. Kurz bevor sie in einen Bus einsteigen konnte, gelang es denn Angestellten mit Hilfe eines Passanten die Dame bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.

Da in beiden Fällen das Diebesgut noch bei den Tätern war, wird gegen diese wegen eines räuberischen Ladendiebstahles und Körperverletzung ermittelt.

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