Fahrräder im Stadtgebiet bei Dieben weiterhin begehrt |  wuerzburg24.com

Fahrräder im Stadtgebiet bei Dieben weiterhin begehrt

Würzburg – Das Fahrrad gilt in Würzburg als beliebtes Fortbewegungsmittel und das nicht nur bei Studierenden oder Berufspendlern. Egal ob in die Jahre gekommener aber liebgewonnener Drahtesel, wettkampftaugliches Rennrad oder flottes E-Bike, meist bietet das Rad eine sehr effiziente Möglichkeit, um sich im innerstädtischen Bereich zu bewegen. Die teilweise mehrere tausend Euro teuren Räder sind leider auch häufig das Ziel von Dieben.

Bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt existieren daher bereits seit mehreren Jahrzenten sogenannte Fahrradsachbearbeiter, die sich ausschließlich mit dem Diebstahl von Fahrrädern, Fahrradteilen aber auch motorisierten Zweirädern befassen.

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt bekämpft das Phänomen des Fahrraddiebstahls mit unterschiedlichen Ansätzen. Gezielte oder allgemeine Kontrollaktionen und Überwachungsmaßnahmen, Infostände zum Thema Fahrradsicherheit oder die ganzheitliche Überprüfung von Fahrrädern und E-Bikes, welche im Rahmen diverser Einsätze getroffen werden, sind hier zu nennen. Dem Diebstahl vorbeugen – Abstellörtlichkeit und das richtige Schloss Jeder Eigentümer selbst kann relativ einfach Maßnahmen treffen, welche sein Rad besser vor Diebstahl schützen. Fallauswertungen zeigen, dass der Faktor Zeit für Fahrraddiebe eine entscheidende Rolle spielt. Je höher der Aufwand für das Entwenden eines Rades, desto höher das Entdeckungsrisiko und umso unattraktiver werden Fahrräder für die Täter.

Hierzu leistet bereits die Abstellörtlichkeit einen erheblichen Beitrag. Wenn möglich, sollte das eigene Rad versperrt in einer extra gesicherten Räumlichkeit, zu der nur ein begrenzter Personenkreis zutrittsberechtigt ist, abgestellt werden. Ist dies nicht möglich, sind öffentliche Plätze mit guter Infrastruktur, welche auch zu späterer Stunde von Passanten frequentiert sind, zu bevorzugen. Die Sicherung eines Fahrrades oder E-Bikes bildet einen weiteren Aspekt, um das Rad unattraktiv für Langfinger zu machen. Ein hochwertiges Fahrradschloss, welches möglichst lange Widerstand gegen mechanische Einwirkungen bietet, wirkt entsprechend abschreckend auf Diebe.

Welcher Typ und Modell eines Fahrradschlosses für das jeweilige Rad individuell geeignet ist, liegt in der Entscheidung eines jeden Eigentümers selbst. Hier sollte eine Internetrecherche, das Studium aktueller Testzeitschriften oder die Beratung im Fachgeschäft in Anspruch genommen werden. Auch mit dem „Woran“ man sein Fahrrad anschließt, sollte man sich näher befassen. Hier sind stets bodenverankerte, massive Objekte zu bevorzugen. Ein Herausfädeln, Überheben oder schlichtes Wegtragen des in sich versperrten Rades sollte nicht möglich sein. Bei E-Bikes und Pedelecs bildet eine zusätzliche Sicherungsmaßnahme, Akku-Batterien und Steuereinheiten wenn möglich nicht am abgestellten Rad zu belassen.

Im Fall der Fälle vorbereitet sein

Wird einem das Fahrrad gestohlen, ist dies in vielerlei Hinsicht ärgerlich. Um die  Chancen für ein Wiedererlangen erheblich zu steigern, kann man bereits ab dem Kauf die nötigen Maßnahmen treffen. Zunächst sollten die Kauf- und Garantieunterlagen sorgfältig und griffbereit aufbewahrt werden. Auch beim Kauf eines Fahrrades von einer Privatperson sollten diese Unterlagen zwingend an den neuen Eigentümer mit übergeben werden. Weiter bieten diverse Fachgeschäfte Beratung und teilweise auch eigene Kundendateien, bei denen das gekaufte Rad mit Detailbeschreibungen eindeutig einem Käufer zugeordnet wird.

Ferner empfiehlt es sich Übersichts- und Detailfotos des eigenen Fahrrades zu fertigen. Über Individualmerkmale wie gesonderter Anbauteile, technischer Ausstattungsdetails oder auch einer nur dem Eigentümer bekannten Beschädigung, ergeben sich der Polizei Identifizierungsmerkmale zum Erkennen eines als gestohlen gemeldeten Rades. Ein sehr wichtiges Merkmal zur Identifizierung eines Fahrrades ist die Serien- bzw. Rahmennummer. Diese ist fest verbunden am Hauptrahmen angebracht. Neben der Marke, des Typs, der Rahmen- und Reifengröße bildet die Rahmennummer das Grundgerüst für die polizeiliche Sachfahndung.

Der Fahrradpass als nützlicher Helfer

Den Fahrradpass gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Bereits vom Händler erstellt, als Download im Internet, als Vordruck bei diversen Polizeidienststellen oder auch als App zum Herunterladen. Zusätzlich zu den Kaufunterlagen sowie den gefertigten Lichtbildern des Rades hat man in der Regel alle Daten griffbereit, welche für eine strukturierte und individuelle Erfassung eines gestohlenen Rades nötig sind. Aber Achtung! Der Fahrradpass alleine stellt keinen Eigentumsnachweis dar.

Vorbereitungen treffen und wachsam sein

Wurde Ihnen ihr Fahrrad gestohlen, begeben Sie sich schnellstmöglich zur Polizei. Nehmen sie ihre Kaufunterlagen und ggf. den Fahrradpass sowie Lichtbilder des Rades mit zur Anzeigenerstattung. Sollten Sie verdächtige Wahrnehmungen im Zusammenhang mit einem Fahrraddiebstahl machen, scheuen Sie sich nicht den Notruf zu wählen und stellen Sie sich bitte als Zeuge der Polizei zur Verfügung.

Wenn Sie ein Fahrrad über Kleinanzeigenportale, auf dem Flohmarkt oder sonstigem privatem Wege erstehen möchten, legen Sie ein gesundes Misstrauen an den Tag und gehen Sie sicher, kein zuvor gestohlenes Rad zu erwerben. Warum sollte ein hochwertiges Rad deutlich unter marktüblichem Wert verkauft werden? Kann der Verkäufer einen gesicherten Eigentumsnachweis erbringen?

Unter Beachtung der hier aufgeführten Hinweise, schaffen Sie als Eigentümer eine entsprechende Barriere um möglichst kein Opfer eines Diebstahls zu werden. Falls doch, stehen die Chancen dann gut, dass ein gestohlenes Fahrrad bei einer Kontrolle durch die Polizei als solches erkannt und sichergestellt werden kann. Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt wünscht allzeit gute Fahrt.


Symbolbild: Fahrradparkplatz in Würzburg (Foto: Stadt Würzburg)

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