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Umeå-Garten ist eröffnet

Würzburg – In der Woche der Eröffnung der Landesgartenschau 2018 wurde auch auf dem Gelände der alten Landesgartenschau von 1990 fleißig gebaut. Unter der Leitung des Landschaftsarchitekten Magnus Lingegård und seinem Team vom Gartenamt Umeå ist ein schwedischer Garten entstanden. Er liegt oberhalb des Rosengartens, direkt neben dem irischen Garten.

Im Rahmen des Frühlings International der Stadt Würzburg wurde der Garten nun eröffnet. „Ich freue mich, dass nun mit dem Umeå-Garten die Reihe der Partnerschaftsgärten im Landesgartenschaugelände von 1990 vervollständigt wurde“, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt, der den Partnerschaftsgarten bei der Eröffnung als ein Kleinod bezeichnete.

Ganz im Sinne der Städtepartnerschaft arbeiteten die Gartenämter aus Würzburg und Umeå bei der Entstehung des Gartens intensiv zusammen. Magnus Lingegård aus Umeå lieferte den Entwurf, der anschließend von beiden umgesetzt wurde. Im Würzburger Gartenamt betreute Friederike Reiser-Dobler die Arbeiten am Garten.

Das Motto des Gartens lautet: „Aussicht nach Norden: Umeå, wo sich Fluss, Wald und Tiefland begegnen“. Ein doppeldeutiger Titel: Die Bänke sind mit Blick nach Norden ausgerichtet, so dass man in Richtung Norden blickt – wo die Partnerstadt Umeå in Schweden liegt. Der Partnerschaftsgarten soll auch einen Eindruck von der Landschaft um Umeå vermitteln: Eine Wand aus gestapelten Birkenholzscheiten bildet das Rückgrat des Gartens und symbolisiert die Wälder um Umeå.

Unterpflanzt ist die Fläche mit immergrünen Waldgräsern und Farnen. Das Birkenholz nimmt Bezug auf die Charakterbaumart Umeås. Umeå ist in Schweden die „Stadt der Birken“ mit 3000 Birken als Alleebäume. Das zweite bauliche Element ist ein Heureiter in typisch schwedischer Bauweise. Zusammen mit einer Fläche aus Zierhafer symbolisiert er die Ebene beziehungsweise das Tiefland. Markant und von besonderem Charme ist der alte Apfelbaum, der in der Mitte des Gartens erhalten wurde.

Schließlich symbolisiert eine gemuldete Pflanzfläche aus blaublühenden Pflanzen den Fluss Ume älv, an dessen Ufer Umeå liegt. Der Garten kann über eine wassergebundene Wegefläche betreten werden, auf der zwei Bänke – ein Geschenk der Partnerstadt – zum Ausruhen einladen, und weiter durch den blau-bepflanzten „Fluss“ über Trittsteine wieder in Richtung Rosengarten verlassen. Die Holzbänke passen perfekt zur schwedischen Tradition der „Fika“. Eine Fika ist eine ausgedehnte Kaffeepause, die besonders dazu dient, sich mit anderen zu treffen und auszutauschen, sodass der soziale Aspekt dieser Pause nicht unterschätzt werden darf.

Daten:
175 m² Grundfläche, 1800 Stauden, 24 Raummeter Birkenholzscheite aus dem Spessart, Baukosten ca. 43.000 € ohne Eigenleistung

Durchgeführte Arbeiten:

  • Detailplanung, Organisation und Bauleitung vor Ort, zum Teil Anzucht der Pflanzen, Erneuerung der angrenzenden Kleingartenzäune: Gartenamt Würzburg
  • Erd- und Wegebauarbeiten: Garten- und Landschaftsbaufirma Goßmann
  • Metallbauarbeiten: Firma Metallbau Fuchs GmbH
  • Birkenholzscheitwand, Heureiter, Pflanzarbeiten: Mitarbeiter des
  • Gartenamtes Umeå in Zusammenarbeit mit dem Gartenamt Würzburg

Zur Landesgartenschau von 1990 entwarfen die Partnerstädte Würzburgs auf dem Gelände einen für ihr Land typischen Garten, so u. a. den Japanischen Garten aus der Partnerstadt Otsu und das Normannische Landhaus aus Caen. Im Laufe der Jahre wurden die noch fehlenden Gärten ergänzt. 2016 entstand der Mwanza-Garten mit der imposanten Nachbildung des Bismarck-Rocks; kurz zuvor wurde der „Rübezahl“-Garten mit einer von der Stadt Trutnov gesponserten Rübezahl-Figur errichtet. Mit dem Umeå-Garten wird die Reihe der Partnerschaftsgärten nun vervollständigt.


Bild: Grüner Gruß in die Partnerstadt: Magnus Lingegård und Corinne Carlsson vom Gartenamt in Umeå bei den letzten Pflanzarbeiten. (Foto: Jean-Claude Morgan)

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