Polizeibericht Würzburg - 16.03.2018 -  wuerzburg24.com

Polizeibericht Würzburg – 16.03.2018

Unfallverursacher unter Alkoholeinfluss

Führerschein beschlagnahmt

Innenstadt – Am Donnerstagabend ist es in der Ottostraße zu einem Verkehrsunfall gekommen. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der 69-jährige Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol stand. Aus diesem Grund musste er sich einer Blutentnahme unterziehen.

Gegen 18:45 Uhr befuhr der 69-jährige Fahrer einer Mercedes G-Klasse die Ottostraße stadtauswärts. An der Kreuzung Sanderring wollte er einen Pkw überholen, der als Rechtsabbieger warten musste, um Fußgängern das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Als der Unfallverursacher hierzu nach links ausscherte, bemerkte er jedoch einen 1er BMW, der ihm entgegenkam und sich nach links eingeordnet hatte, um in den Sanderring Richtung Löwenbrücke abzubiegen.

Der Mercedes Fahrer riss daraufhin aus bislang unbekannter Ursache sein Lenkrad nach links und fuhr über die Gegenfahrbahn. Er touchierte zuerst den wartenden 1er BMW und fuhr anschließend in die Einfahrt zum Justizzentrum. Dort stieß er mit der Schranke zum Parkplatz zusammen und kam schließlich an einer Beton Absperrung zum Stehen. Dabei wurde der Airbag des Fahrzeugs ausgelöst. An beiden Pkw entstanden hohe Sachschäden, weiterhin wurde die Schranke am Parkplatz verbogen. Der insgesamt entstandene Schaden wird auf 7.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde hierbei niemand.

Während der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der 69-Jährige offenbar vor Fahrtantritt Alkohol getrunken hatte, was sich unter Umständen auf sein Fahrverhalten ausgewirkt haben könnte. Der Mann war nicht in der Lage einen Atemalkoholtest durchzuführen. Aus diesem Grund musste er die Beamten ins Krankenhaus begleiten, wo eine Blutentnahme bei ihm durchgeführt wurde. Aufgrund des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr in Verbindung mit dem Verkehrsunfall erwartet den Pkw Fahrer nun ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Unterfranken

„Rate mal, wer dran ist!“

Enkeltrick-Betrüger wieder erfolgreich

Unterfranken – Während eine Bankangestellte in Schweinfurt am Donnerstagnachmittag dank vorbildlichem Verhalten einen derartigen Betrug gerade noch verhindern konnte, erbeuteten in Würzburg unbekannte Täter insgesamt 56.000 Euro, indem sie zwei Senioren um ihr Erspartes brachten. Die Kriminalpolizei Würzburg hofft nun auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.

Gegen 15:00 Uhr verständigte eine Bankangestellte in Werneck, Lkr. Schweinfurt, die Kriminalpolizei anstatt einem 84-Jährigen 16.000 Euro Bargeld auszuhändigen. Den Geldbetrag hatte er einer ihm völlig Unbekannten, einer angeblichen Freundin seiner Nichte, übergeben wollen. Dank dem umsichtigen Handeln der Bankkauffrau konnte der Rentner vor dem Verlust seiner Ersparnisse bewahrt werden.

Zur gleichen Zeit wurde eine 80-Jährige von einer bislang unbekannten Anruferin, die sich als deren Enkelin ausgab, überredet, 36.000 Euro Bargeld herzuleihen. Kurz vor 18:00 Uhr übergab die Rentnerin das Geld in der Sandbühlstraße in Gerbrunn an eine unbekannte Frau, die auf etwa 45 Jahre geschätzt wird und etwa 160 cm groß gewesen sein soll. Bekleidet war die Hochdeutschsprechende mit einer schwarzen Jacke.

Ebenfalls gegen 15:00 Uhr wurde ein Rentnerehepaar aus Würzburg telefonisch von einer angeblichen Nichte angerufen und um 25.000 Euro gebeten. Der 85-Jährige Senior begab sich daraufhin zu einer Bankfiliale um die gesamten Ersparnisse in Höhe von 20.000 Euro abzuheben. Die Nachfragen der Bankangestellten im Hinblick auf einen möglichen Betrugsversuch winkte der Mann ab. Die 72-Jährige Ehefrau des Rentners übergab das Bargeld schließlich in der Dubliner Straße an eine auf 30 Jahre geschätzte, ca. 165 cm große, kräftige Frau, die mit einer dunkelblauen Steppjacke mit senkrechten Pailettenstreifen bekleidet war und eine braune Brille trug. Angeblich eine Freundin der Nichte. Auch hier musste das Ehepaar im Anschluss erkennen, betrogen worden zu sein.

Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm die Ermittlungen in diesen beiden Fällen und bittet nun Zeugen, die zur Tatzeit in Tatortnähe verdächtige Beobachtungen gemacht haben, diese unter Tel. 0931/457-1732 zu melden. Es kam am Donnerstag zu zahlreichen weiteren derartigen Betrugsversuchen in ganz Unterfranken, bei denen die Angerufenen die Betrugsmasche rechtzeitig erkannten, bevor Bargeld übergeben wurde.

Aufgrund der derzeitigen Häufung der Trickbetrugsversuche in Unterfranken warnt die Kriminalpolizei erneut vor dieser Betrugsmasche.

Bei Anrufen von Enkeltrickbetrügern:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen. Fragen Sie den Anrufer nach persönlichen oder familiären Einzelheiten, die er wissen sollte.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

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