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Wer unterstützt die „Mission Seepferdchen“?

Würzburg – Das Schwimmhelfer-Projekt „Tauch’ nicht ab! Lern’ Schwimmen!“ von Stadt und Landkreis Würzburg begleitet bereits im sechsten Schuljahr Grundschüler auf dem Weg zum begehrten Seepferdchen-Aufnäher. Bei einem Treffen zwischen den aktiven Ehrenämtlern und den kommunalen Organisatoren wurde nun eine Zwischenbilanz gezogen und die Neuauflage der umfangreichen Informationsbroschüre vorgestellt.

Die Bilanz kann sich sehen lassen: In den vergangenen drei Jahren unterstützten beispielsweise knapp 30 Schwimmhelfer pro Schuljahr stets um die 50 Schwimmkurse in Grundschulen. Erfahrungen zeigen, dass ein Lehrer alleine im Schwimmbad nicht ausreicht, um eine Schülergruppe optimal betreuen zu können.

Gerade wenn das Niveau der Kinder sehr unterschiedlich ist – von wasserscheu bis geübte „Wasserratte“ – fühlen sich Kinder schnell unter- oder überfordert. Die Schwimmhelfer bieten hier Abhilfe, indem sie einzelne Schüler intensiv bei den ersten Schwimmversuchen begleiten und dadurch die Sportlehrer entlasten. Schul- und Sportreferent Muchtar Al Ghusain bedankte sich bei den aktuellen Tandempartnern: „Sie vermitteln zusammen mit den Lehrern eine motorische Fähigkeit, die lebenswichtig sein kann. Wir bräuchten noch mehr von Ihnen! Wir bräuchten einen großen Pool!“

Damit ist natürlich ein Team und keine Wasserfläche gemeint: „In welcher Stadt befinden sich schon zeitgleich zwei Bäder in Planung?“ Es geht vielmehr darum, dass immer wieder Schwimmhelfer – auch altersbedingt – aus dem Ehrenamt ausscheiden und so beständig die Lücken für eine sehr gefragte freiwillige Leistung von Stadt und Landkreis gefüllt werden müssen.

Eva-Maria Löffler, Geschäftsbereichsleiterin für Jugend, Soziales und Gesundheit am Landratsamt, bedankte sich beim Treffen im Würzburger Rathaus ebenfalls für das großartige Engagement der ehrenamtlichen Schwimmhelfer und ergänzte, dass der Landkreis Würzburg neben diesem sehr wichtigen interkommunalen Projekt weitere kommunale Mittel zur Förderung der Schwimmfähigkeit zur Verfügung gestellt hat.

Im Rahmen des Projekts „Tauch nicht ab…“ wird eine kostenlose Ausbildung bis zum Niveau Rettungsschwimmabzeichen in Bronze ermöglicht sowie auch Fahrtkosten übernommen. DLRG, Wasserwacht und zahlreiche Vereine sind in das Projekt miteingebunden und unterstützen dieses tatkräftig durch Qualifizierungsmaßnahmen und Schulungen. Die neue Broschüre liefert über diese Partner wie auch sämtliche Bäder in Stadt und Landkreis einen informativen Überblick. 24 Bäder sind mit Bildern und den wichtigsten technischen Daten dargestellt.

Die Runde im Rathaus bot zudem auch die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Wünsche für die Zukunft zu formulieren. Kritische Punkte wurden besprochen, die Helfer gaben aber auch einen Einblick in eine sehr befriedigende Arbeit: „Bei mir lernen 95% der Kinder in kurzer Zeit das Schwimmen. Das ist eine schöne Erfolgsquote“, berichtete eine Schwimmhelferin – ein anderer erinnerte sich an ein Kind, das trotz einer Einschränkung aufgrund von Kinderlähmung in nur drei Stunden sicher durchs Becken schwimmen konnte.

Wer mehr erfahren möchte, die Broschüre zum Projekt steht auch online unter www.tauch-nicht-ab.de. Interesse an dieser ehrenamtlichen Arbeit kann man auch unter schwimmen@stadt.wuerzburg.de bzw. schwimmen-im-landkreis@lra-wue.bayern.de bekunden.


Bild: Die Organisatoren bedanken sich bei den Schwimmhelfern und suchen weitere Mitstreiter: Muchtar Al Ghusain, Eva-Maria Löffler, Klaus Rostek (Zweite Reihe, Mitte von links), Sandra Handke (vorne, unten) und Nadine Bernard (rechts) im Kreis der Ehrenamtlichen bei der Vorstellung der neuen Broschüre. (Bild: Georg Wagenbrenner)

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