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Bei der Gartenpflege an die Tiere denken

Würzburg – „Wer ein Herz für Tiere hat, sollte im Herbst seinen Garten nicht blitzblank aufräumen“, so Armin Amrehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg im BUND Naturschutz. „Laubreste, Reisighaufen und verblühte Blumen sollten nicht vollständig entsorgt werden. Sie können im Winter verschiedenen Tieren Unterschlupf und Futter bieten“, erklärt Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN.

Stauden – auch im Winter wertvoll

Stauden, Sträucher und Blumenreste liefern bestes Vogelfutter: Körnerfresser wie Finken, Ammern und Zeisige bedienen sich an den Samenständen von Blumen. Heimische Sträucher wie Liguster und Heckenrosen bieten ebenfalls Nahrung für hungrige Vögel. In den Stauden überwintern zahlreiche Insekten und Spinnentiere.

Reisighaufen – der ideale Platz für einen Winterschlaf

Holzartige Abfälle, die beim Zurückschneiden von Bäumen und Stauden entstehen,  können in einer Gartenecke zu einem Reisighaufen aufgeschichtet werden. Das ist ein idealer Platz für den Winterschlaf der Igel. Aber auch Kröten oder Eidechsen finden zwischen den Zweigen Schutz und Nahrung.

Mulch schützt Boden und Wurzeln

Bei der Gartenpflege fallen weitere organische Abfälle an, die umweltfreundlich entsorgt werden können. Rasenschnitt, Laub und zerkleinerte Zweige ergeben Mulch. Eine circa  3 -5 cm dicke Mulchschicht verteilt auf die Beete schützt Boden und Pflanzenwurzeln. Mulch verhindert auch das Nachwachsen von Wildkräutern und bewahrt den Boden vor dem Austrocknen. Das organische Material bietet außerdem Regenwürmern und Bodenlebewesen reichlich Nahrung, die es so in wertvollen Humus und letztlich wieder in Pflanzennährstoffe umsetzen.


Bild: Bei der Gartenpflege an die Tiere denken. Ein Igel im Garten. (Foto: Erika Hartmann / Pixelio.de)

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