Klaus Ospald ist Kulturpreisträger der Stadt Würzburg 2017 |  wuerzburg24.com

Klaus Ospald ist Kulturpreisträger der Stadt Würzburg 2017

Würzburg – Komponist Klaus Ospald ist Kulturpreisträger der Stadt Würzburg 2017 Kulturförderpreise gehen an die Autorin Ulrike Schäfer und die Musiker Roberta Verna und ihren Bruder Richard Verna.

Die Stadt Würzburg verleiht den mit 5.000 Euro dotierten Kulturpreis in diesem Jahr an den Komponisten Klaus Ospald. Der Preisträger, geboren in Münster/Westfalen, studierte Komposition an der Hochschule für Musik in Detmold und an der Hochschule für Musik in Würzburg, an der er das Studium mit dem Meisterklassendiplom abschloss. Seit Langem ist der Komponist an der Hochschule für Musik in Würzburg als Dozent für Gehörbildung tätig. Ospald hat für seine zeitgenössischen Kompositionen diverse wichtige Auszeichnungen entgegen genommen, seine Werke werden von international renommierten Interpreten und Orchestern gespielt.

Mit der Verleihung des Kulturpreises an Klaus Ospald ehrt die Stadt Würzburg einen Künstler, der lange Jahre in Würzburg lebt und arbeitet und der seinen künstlerischen Weg beharrlich verfolgt. „Sein Beitrag zur zeitgenössischen Musik ist unbestritten und von nationaler Bedeutung“, betont Kulturreferent Muchtar Al Ghusain. Die Ehrung von Ospald ist auch die Anerkennung eines konsequenten künstlerischen Werdegangs, der sich einer musikalischen Formensprache verschreibt, die nicht auf den schnellen Publikumserfolg zielt, die aber mit großer Lauterkeit und Ernsthaftigkeit ihre Eigenständigkeit behauptet.

Die mit jeweils 2.500 Euro dotierten Kulturförderpreise gehen an die Autorin Ulrike Schäfer und die jungen Musiker Roberta Verna und ihren Bruder Richard Verna. Die Preise werden am 20. November um 18.30 Uhr im Ratssaal von Oberbürgermeister Christian Schuchardt überreicht.

Ulrike Schäfer, geboren in München, wuchs in Schweinfurt auf und lebt seit 1985 in Würzburg. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Informatik war sie Lehrbeauftragte an der Universität Würzburg, danach Softwareberaterin. Heute ist sie freie Autorin und Webdesignerin.

Roberta Verna wurde 1998 in Würzburg geboren. Bereits mit fünf Jahren begann sie das Violinspiel, seit 2008 erhielt sie Geigenunterricht bei Max Speermann an der Hochschule für Musik Würzburg, seit 2009 ist sie am Pre-College der Hochschule für Musik. Roberta Verna ist mehrfache Preisträgerin bei „Jugend musiziert“ und anderen renommierten Wettbewerben. Von der Deutschen Stiftung Musikleben erhielt sie in diesem Jahr eine Violine von Antonio Stradivari als Leihgabe.

Ihr Bruder Richard Verna wurde 2001 in Würzburg geboren. Mit fünf Jahren erhielt er seinen ersten Violoncello-Unterricht. Seit Herbst 2011 ist er Schüler der Solocellistin Deanna Talens des Mainfranken Theaters Würzburg. Auch er gewann Preise bei „Jugend musiziert“. Aktuell besucht Richard Verna das musische Matthias Grünewald Gymnasium in Würzburg und ist dort am bayernweit einzigen Studienzweig für Musik eingeschrieben. An der Hochschule für Musik Würzburg wird er außerdem in Musiktheorie und Gehörbildung unterrichtet.

Mit der Verleihung des Kulturförderpreises an Ulrike Schäfer würdigt die Stadt Würzburg eine Autorin, die sich durch ihre Texte nicht nur einen festen Platz in der Würzburger Literaturszene, sondern im gesamten deutschsprachigen Raum erarbeitet hat. Mit der Verleihung der Kulturförderpreise an die Geschwister Roberta und Richard Verna spricht die Stadt Würzburg zwei Würzburger Ausnahme-Nachwuchskünstlern im Bereich der klassischen Musik in Würzburg ihre Anerkennung aus.

Weitere Informationen zu den Preisträgern

Klaus Ospald, geboren in Münster/Westfalen, studierte Komposition an der Hochschule für Musik in Detmold und an der Hochschule für Musik in Würzburg, an der er das Studium mit dem Meisterklassendiplom abschloss. Seit Langem ist Ospald an der Hochschule für Musik in Würzburg als Dozent für Gehörbildung tätig.

1985 erhielt er das Stipendium an der Cité des Artes, 1987 den ersten Förderpreis der Landeshauptstadt Stuttgart. Im selben Jahr nahm er ergänzende Studien bei Helmut Lachenmann. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. der Bayerische Staatspreis oder der Kompositionspreis des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden/Freiburg im Rahmen der „Donaueschinger Musiktage“ wurden ihm verliehen. Gespielt werden seine Werke von international renommierten Interpreten und Orchestern, wie das Ensemble Contrechamps, Ensemble Modern, die Musik Fabrik, das Collegium Novum Zürich oder das Arditti Streichquartett. Bedeutende Podien für zeitgenössische Musik wie die *Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt“, die „Donaueschinger Musiktage“, die „Maerz Musik“, die „Münchener Biennale“, der „Warschauer Herbst“ oder die „Wittener Tage für neue Kammermusik“ brachten Uraufführungen seiner Werke. 2013/14 war Klaus Ospald Composer in Residence am Wissenschaftskolleg zu Berlin, 2017/18 Stipendiat am Internationalen Künstlerhaus Bamberg, Villa Concordia.

In einem Radio-Beitrag des SWR2 vom 30.01.2017 heißt es über Ospald: „Mit unbestechlicher Wahrnehmungsschärfe hinterfragt Klaus Ospald politische und gesellschaftliche Vorgänge sowie die Mechanismen des Musikmarktes. Er liebt die Zwischentöne – in der Musik wie im Gespräch – und gibt so einen hartnäckigen, mitunter ungemütlichen Diskussionspartner ab. (*) Für Ospald ist es nie in Frage gekommen, blind den aktuellen Trends der Szene nachzueifern.“

Ulrike Schäfer, geboren 1965 in München, wuchs in Schweinfurt auf und lebt seit 1985 in Würzburg. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Informatik war sie Lehrbeauftragte für deutsche Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Würzburg, danach Softwareberaterin. Heute ist sie freie Autorin und Webdesignerin.

Ulrike Schäfer schreibt Prosa, Theaterstücke und Sachtexte zur Literatur. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und Förderungen, darunter den Würth-Literaturpreis und den Leonhard-Frank-Preis für Dramatik. 2015/16 wurden ihre Theaterstücke „Die Jünger Jesu“ (nach dem gleichnamigen Roman von Leonhard Frank) und „Ein Widder mit Flügeln“ (zum 700-jährigen Jubiläum des Bürgerspitals) am Mainfranken Theater Würzburg uraufgeführt. 2015 erschien ihr Erzählband „Nachts, weit von hier“.

Neben Solo-Lesungen tritt sie mit der Autorengruppe liTrio und der Lesebühne Großraumdichten & Kleinstadtgeschichten auf. Sie engagiert sich in der AG Würzburg liest ein Buch und ist Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in Bayern und Stellvertreterin für die Sparte Literatur im Kulturbeirat der Stadt Würzburg.

Roberta Verna wurde 1998 in Würzburg geboren. Bereits mit fünf Jahren begann sie das Violinspiel. Seit 2008 erhielt Roberta Geigenunterricht bei Max Speermann an der Hochschule für Musik Würzburg, seit 2009 ist sie am Pre-College der Hochschule für Musik. Sie ist mehrfache 1. Preisträgerin beim Wettbewerb *Jugend musiziert“ auf Regional- und Landesebene und 1. und 2. Preisträgerin beim Bundeswettbewerb. Roberta besuchte das musische Matthias Grünewald Gymnasium in Würzburg. Roberta Verna ist Konzertmeisterin des Bayerischen Landes Jugendorchester (BLJO), war eingeladen beim Arbanassi Summer Music Festival in Bulgarien und beim Internat. Festival *Kissinger Winterzauber“ in Bad Kissingen sowie zu zahlreichen  anderen Musikveranstaltungen. Beim 8. Internationalen Wettbewerb für die Jugend in Oldenburg 2015 bekam sie den Publikumspreis verliehen. 2017 erzielte sie den 1. Preis beim Inge-Murjahn-Wettbewerb der Da-Ponte-Stiftung. Von der Deutschen Stiftung Musikleben erhielt sie in diesem Jahr eine Violine von Antonio Stradivari als Leihgabe.

Richard Verna wurde 2001 in Würzburg geboren. Mit fünf Jahren erhielt er seinen ersten Violoncello-Unterricht. Seit Herbst 2011 ist er Schüler der Solocellistin Deanna Talens des Mainfranken Theaters Würzburg. 2010 und 2013 gewann er den ersten Preis beim Regional- und Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Solowertung mit voller Punktzahl. Aktuell besucht Richard Verna das musische Matthias Grünewald Gymnasium in Würzburg und ist dort am bayernweit einzigen Studienzweig für Musik eingeschrieben. Dort erhält er auch Unterricht in Klavier. An der Hochschule für Musik Würzburg wird er außerdem in Musiktheorie und Gehörbildung unterrichtet.

Zahlreiche Solokonzerte, Kammermusik und Konzerte im Orchester sowie die Mitwirkung beim Philharmonischen Orchester erweitern Richard Vernas musikalische Erfahrungen. 2016 trat er zusammen mit seiner Schwester Roberta Verna beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ als Duo an, wo beide erste Preise im Regional-, Landes- und Bundeswettbewerb erreichten. Beim Bayerischen Landeswettbewerb wurden sie zusätzlich mit einem Sonderpreis der Sparkasse für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Im Juli 2014 nahm Richard Verna am internationalen belgischen Kammermusikkurs „musica mundi“ teil, wo er auch solistisch auftrat und von weltbekannten Künstlern wie Ivry Gitls, Leonid Kerbel, Wladimir Perlin, dem Szumanowski Quartett und Hagit Hassid Kerbel unterrichtet wurde. Als Solist ist er bereits mehrfach mit Orchester aufgetreten und war u.a. auch schon Gast beim Kissinger Winterzauber.


Bild: Kulturpreisträger Klaus Ospald. (Foto: Michael Aust)

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