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Förderung für Sukuma-Museum in Mwanza

Würzburg / Mwanza – Das Sukuma Museum ist eine gemeindebasierte Organisation, welche die traditionellen und zeitgenössischen Künste der Sukuma-Kultur in Mwanza (Tansania) fördert. Das Büro Würzburg International der Stadt Würzburg hat jetzt eine Förderung des Sukuma Museums in Höhe von 4.500 € durch den Würzburger Partnerkaffee e.V. genehmigt bekommen.

Der Verein vergibt jährlich den eingenommenen Solidarbeitrag (0,76 € pro Kilogramm verkauften Kaffee) an Partnerschaftsprojekte in Tansania. Es ist das einzige Museum, das die Kultur und Traditionen der Volksgruppe der Sukuma bewahrt und für Touristen zugänglich macht. Die laufenden Kosten trägt es selbst, man benötigt aber für die Renovierung und somit für den Erhalt des Museums Fördermittel.

Das Museum in Würzburgs Partnerstadt hat in der Region eine Zielgruppe von ca. 1,5 Mio. Menschen und wird jedes Jahr von ca. 2.000 zahlenden Personen besucht. Die Verwaltung läuft über das Bujora Board of Advisors Commitee und das Bujora Coordination Committee.

Um das Thema „Nachhaltiger Tourismus in Mwanza“ weiter zu stärken und strategisch auszubauen, wurde ein Konzept zur Förderung des Sukuma Museums ausgearbeitet. Elirehema Kaaya und Amin Abdallah Amin von der Stadtverwaltung Mwanza trafen sich mit der Museumsleitung vor Ort, um zu beraten, wie die Fördermittel möglichst effizient eingesetzt werden können und um eine Prioritätenliste und einen Zeitplan zu erstellen.

Das langfristige Ziel ist es, die Ausstellungsräume und Bausubstanz zu renovieren, die Artefakte zu dokumentieren und registrieren, beschädigte Artefakte zu restaurieren und für das Sukuma Archiv zu indizieren. Die Bauarbeiten sind aktuell in vollem Gange.

Das Museum – bei einem Komplex aus zehn Gebäuden könnte man auch von einem Museumsdorf sprechen – ist von hoher Bedeutung für die Region Mwanza und soll die museums-pädagogische Weiterentwicklung und die Einbindung in den nachhaltigen und fairen Tourismus sichern.


Bild: Kulturgut bewahren: Das Sukuma Museum besteht aus zahlreichen Einzelgebäuden, die traditionell unterschiedlichste Funktionen erfüllten – von der Schmiede bis zum Haus des Heilers. Hier wird gerade der Tanz-Pavillon mit einem neuen Strohdach ausgestattet. (Foto: Amin Abdallah Amin)

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