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Winterdienst

Achtung Winterdienst !
Für Anlieger gilt wieder die Räum- und Streupflicht

Die Stadtreiniger weisen auf die Räum- und Streupflichten der Anlieger hin. Bei Eis und Schnee muss vor jedem Anwesen eine Gehbahn geräumt und gestreut werden. Hierfür ist jeder Grundstückseigentümer an seinem Anwesen selbst verantwortlich.

Räum- und Streupflicht vor dem Anwesen

Der Winterdienst der Stadteiniger Würzburg ist gut vorbereitet. (Foto: Thomas Schmies / www.pixelio.de)
Der Winterdienst der Stadteiniger Würzburg ist gut vorbereitet. (Foto: Thomas Schmies / www.pixelio.de)

Vor jedem Anwesen muss bei Eis und Schnee eine Gehbahn von 1,50 m Breite geräumt und gestreut werden. Dabei soll nur mit abstumpfenden Mitteln gestreut werden (Splitt, Granulat, Sand, Kies, Asche). Gibt es keinen Gehweg, müssen Anlieger bzw. Grundstückseigentümer die Gehbahn auf der Straße, dem Weg oder Platz anlegen. Der geräumte Schnee oder die Eisreste (Räumgut) sind neben der Gehbahn so zu lagern, dass der Verkehr nicht gefährdet oder wesentlich erschwert wird. Abflussrinnen, Hydranten, Kanaleinlaufschächte und Fußgängerüberwege sind bei der Räumung freizuhalten.

Soweit vor den Anwesen Haltestellen bzw. Gleiskörpern der Straßenbahn und Buslinien liegen, wird gebeten, den Schnee so zu lagern, dass die tieferliegenden Niederflurfahrzeuge nicht behindert werden. Falsch gelagerte Schneehaufen können beispielsweise Probleme beim Öffnen der Türen verursachen.

Geräumt und gestreut sein muss die Gehbahn von 07.00 bis 20.00 Uhr an Werktagen und von 08.00 bis 20.00 Uhr an Sonn- und Feiertagen. Verantwortlich ist der Eigentümer des Anwesens. Rechtsgrundlage für die Räum- und Streupflicht der Anlieger ist das Bayerische Straßen- und Wegegesetz, umgesetzt in der städtischen Straßenreinigungs- und –sicherungsverordnung.

Und noch ein Hinweis!

Der Winterdienst der Stadteiniger Würzburg ist gut vorbereitet. (Foto: Fritz Zuehlke / www.pixelio.de)
Der Winterdienst der Stadteiniger Würzburg ist gut vorbereitet. (Foto: Fritz Zuehlke / www.pixelio.de)

Die städtischen Streugut- / Winterdienstkisten im Stadtgebiet sind ausschließlich für die städtischen Einsatzkräfte in den jeweiligen Streubezirken im Stadtgebiet aufgestellt. Diese Streugutkisten dienen nicht zur Streugutversorgung der Anwohner für ihren Anliegerwinterdienst! Fahrzeuglenker, die beispielsweise an einer Gefällstrecke stecken bleiben, können sich allerdings selbstverständlich anhand der nicht verschlossen Streugutkisten selbst behelfen.

Stadtreiniger auf Winterdienst vorbereitet

Die Winterdiensteinsätze werden nach einem über viele Jahre hinweg bewährten, ständig optimierten und strategischen Konzept durchgeführt, welches darauf beruht, dass bei den Kommunen die Aufgabe verbleibt verkehrsbedeutende und gefährliche Straßen, Straßenabschnitte, Kreuzungen, Fußgängerüberwege und örtliche Gefahrenstellen etc. zu räumen und zu streuen. Alles in den Grenzen von Notwendigkeit, Leistungsfähigkeit und Zumutbarkeit des Winterdienstes.

Die Einteilung der örtlichen Straßen und Wege einschließlich der Radwege in Prioritäten bzw. Dringlichkeitsstufen von 1 bis 3 entspricht den für die allgemeine Verkehrssicherheit erforderlichen Anforderungen an die Räum- und Streupflicht der Gemeinden, sowie der Verpflichtung zu einem wirtschaftlichen Einsatz von Haushaltsmitteln im Winterdienst. Die restlichen nicht in diese Prioritäten bzw. Dringlichkeitsstufen fallenden Straßen sind reine Anliegerstraßen und Wohnwege mit weniger Verkehr, meist geringer Breite und teilweise ohne Gehwege.

Einstufung nach Prioritäten

Priorität 1
Straßenwinterdienst wird durchgeführt
Verkehrsbedeutende und gefährliche Straßen und Plätze, insbesondere Hauptstraßen, Durchgangsstraßen, Buslinien, Krankenhäuser, Schulen
Priorität 2
Straßenwinterdienst wird durchgeführt
Verkehrsbedeutende Nebenstraßen und Bergstrecken
Priorität 3
Kein Straßenwinterdienst
Nachrangige Nebenstraßen (Wohn- und Spielstraßen, Tempo-30-Zonen, etc.)

Nach 20 Uhr und vor 7 Uhr muss an Werktagen und vor 8 Uhr an Sonn- und Feiertagen der Straßenbenutzer davon ausgehen, dass nicht geräumt oder gestreut ist. In dieser Nachtzeit greift auch der Städtische  Straßenwinterdienst nur in Extremfällen ein.

Für den Straßenwinterdienst in Würzburg sorgen die Stadtreiniger mit den Abteilungen Straßenreinigung und Fuhrpark unterstützt von der Fachabteilung Tiefbau aus dem Baureferat sowie dem Gartenamt und dem Fachbereich Sport. Auf Teilen der Einfallstraßen ist auch das Staatliche Straßenbauamt unterwegs.

Seit dem Jahr 1999 wird in Würzburg Feuchtsalz eingesetzt. Hierfür steht eine Feuchtsalzmischanlage und entsprechende Tanks an den Lastwagen zur Verfügung. Ziel ist damit die eingesetzte Salzmenge zu reduzieren und bei trockenem Eis eine bessere Tauwirkung zu erzielen.

Bei allen Bemühungen der Stadt Würzburg kann der Winterdienst den Verkehrsteilnehmern nicht die Verantwortung abnehmen, selbst besondere Vorsicht walten zu lassen und sich den winterlichen Verhältnissen anzupassen. Dies bedeutet, auch die Fahrzeuge bzw. das Schuhwerk den winterlichen Bedingungen anzupassen.

Diese Bitte hat der städtische Winterdienst an alle Autofahrer

  1. Jetzt ist die richtige Zeit zum Aufziehen der Winterreifen. Mit Winterreifen bleibt der Verkehr schon beim ersten Schnee flüssig.
  2. Eiskratzer für freie Sicht gehören jetzt ins Auto, ebenso Schneeketten für Hanglagen.
  3. Beim Parken insbesondere von Lieferwagen bitte in der Straßenmitte genügend Platz lassen für den Winterdienst-Lastwagen. Der Lastwagen mit seinem knapp 3 m breiten Räumschild ist deutlich breiter als ein Omnibus oder ein normaler Lastwagen mit nur 2,50 m Breite. Auch der Kurvenradius wird durch das vorgebaute Räumschild größer.
  4. Die Winterdienstfahrzeuge benötigen eine gewisse Mindest-geschwindigkeit zum Räumen und Streuen. Deshalb die Bitte, rechtzeitig Platz zu machen. Hinter dem Räumfahrzeug ist der Weg außer-dem sicherer.

Und noch die Bitte um Verständnis:

Das frühmorgendliche Räumen von Straßen mit kratzendem Räumschild und schwerem LKW mit Ketten geht nicht geräuschlos vor sich.

Das Team im Straßenwinterdienst

Der Winterdienst wird vom Betrieb „Die Stadtreiniger“ (Abteilung Straßenreinigung) geleitet. Zum Einsatz kommen Beschäftigte aus mehreren städtischen Bereichen:

  • Die Stadtreiniger/Abt. Straßenreinigung – ca. 80 Beschäftigte
  • Die Stadtreiniger/Abt. Fuhrpark – ca. 39 Beschäftigte
  • Fachabteilung Tiefbau (Baureferat) – ca. 27 Beschäftigte
  • Gartenamt – ca.  4 Beschäftigte
  • Fachbereich Sport – ca.   3 Beschäftigte

Die Technik im Straßenwinterdienst

Im Einsatz sind:

  • 13 schwere und mittlere Lastwagen (alle mit Feuchtsalzstreuer) einschließlich 2 Unimogs mit Räumschild und Streuer
  • 2 Radlader
  • 1 Gabelstapler
  • 19 Kleinfahrzeuge (davon 7 mit Feuchtsalzstreuern und 2 mit Solestreuer) zum Räumen und Streuen auf Wegen und kleineren Straßen
  • dazu Transportfahrzeuge und Ausrüstung für die örtlichen Arbeitsgruppen

Die Stadtreiniger können für den Winterdienst auf verschiedene Streugutlager und Streustoffe zurückgreifen:

  • Salzlager in der Aumühle, im Neuen Hafen, in Heidingsfeld und auf dem Heuchelhof mit ca. 5.000 to Salz
  • Streugutlager mit 720 to Lava-Granulat und 200 to Streugutgemisch
  • 1 Feuchtsalzanlage (9.000 Liter) in der Aumühle
  • 1 Streugutsilo für Kleinfahrzeuge (19 to) beim Salzlager auf dem Heuchelhof
  • ca. 300 örtliche Salzkisten

Quelle: Informationen aus Pressemitteilungen der Stadtreiniger Würzburg (11/2016)