Johanniter aus Würzburg schicken Seelsorger mit nach Haiti


Dirk Rauer (li.), Rettungsassistent (39, Dessau) und Adrian Roth (re.), Arzt (39, München) vom medizinischen Team der Johanniter untersuchen auf der Straße vor einem überfüllten Krankenhaus in Port-au-Prince eine Patientin. (Bildnachweis: Betzelt/Johanniter).Port-au-Prince / Würzburg - Der Würzburger Rettungsassistent Manfred Emmerling versorgt seit Freitag, 22. Januar 2010, mit dem zwölfköpfigen medizinischen Einsatzteam der Johanniter die Wunden der Verletzten in der Nähe von Port-au-Prince. Mit im Team ist ein erfahrener Seelsorger, der sich um die Helfer kümmert, die den psychischen Belastungen ausgesetzt sind. Die Johanniter werden sich nach der Soforthilfe-Phase auch langfristig in Haiti engagieren. Emmerling war mit dem Einsatzteam in Punta Cana gelandet und von dort aus auf dem Landweg nach Haiti in die Landeshauptstadt Port-au-Prince eingereist. "Die Ausmaße des Erdbebens und die damit verbundenen Ängste sind den Haitianern deutlich ins Gesicht geschrieben", berichtet Manfred Emmerling. Er versorgte gleich nach der Ankunft im Katastrophengebiet erste Wunden der Verletzten.


Mit im Einsatzteam der Johanniter ist ein Seelsorger, der die gewonnenen Eindrücke von Emmerling und seiner Kollegen zusammen mit ihnen in Gesprächen aufarbeitet. Durch die psychologische Betreuung sorgen sich die Johanniter um ihre Helfer, damit diese nicht auch zu Opfern des Erdbebens werden. "Es ist wichtig, dass in Gesprächen die Erlebnisse nachbearbeitet werden, um so die Gefahr eines Traumas verringern zu können", sagt Uwe Kinstle, Regionalvorstand der Johanniter in Würzburg. Auch eine Nachbetreuung bei der Rückkehr ist für alle Helfer ein fester Bestandteil des Einsatzes. "Zusätzlich steht in Würzburg ein Seelsorger für Emmerling bereit, der mit ihm die Bilder und emotionalen Eindrücke aufarbeiten wird", so Kinstle.


Seit Freitag verteilte das zwölfköpfige Einsatzteam knapp eine Tonne medizinische Hilfsgüter, darunter Schmerzmittel, Antibiotika, Verbandmaterial und chirurgisches Besteck, an ein französisches Krankenhaus nahe Port-au-Prince sowie an eines in der Stadt Leogane. Weitere Hilfsgüter sowie zwei Einsatzfahrzeuge und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage werden noch heute in das Krisengebiet ausgeflogen. In den nächsten Tagen folgt eine mobile orthopädische Containerwerkstatt für ein langfristiges Engagement der Johanniter in Haiti. 


 

 

Die Johanniter sind Mitglied im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“. Gemeinsam rufen die Mitgliedsorganisationen zu Spenden für die Menschen in Haiti auf:

 

Stichwort: „Erdbeben Haiti“

Spendenkonto 102030

Bank für Sozialwirtschaft

BLZ 370 205 00




Bild: Dirk Rauer (li.), Rettungsassistent (39, Dessau) und Adrian Roth (re.), Arzt (39, München) vom medizinischen Team der Johanniter untersuchen auf der Straße vor einem überfüllten Krankenhaus in Port-au-Prince eine Patientin. (Bildnachweis: Betzelt/Johanniter).


Geschrieben von Administrator am Montag, 25. Januar 2010


Johanniter aus Würzburg schicken Seelsorger mit nach Haiti

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